Internetkultur

Aus Transkulturalität
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1. Entwicklung

2. Digitalpolitik

3. Dienstleistungen

4. Digitale Kommunikation

5. Dark Net/Deep Web

6. Quellenverzeichnis


1. Entwicklung

Das Internet (Kurzform von Interconnected Network[1]) ist ein globaler Verbund von Computern und Computernetzwerken der Dienstleistungen wie E-Mail, Telefonie und World Wide Web anbietet.[2] Die Ursprünge der Entwicklung, Durchsetzung und Etablierung des Internets wie wir es heute kennen gehen auf die 1950er Jahre zurück. Vannevar Bush, Vizepräsident des Massachusetts Institute Of Technology (MIT), hatte eine Vision für einen Wissenstransfers und konzipierte bereits 1945 das Memexmodell[3]für eine elektronischen Datenspeicherung und -vermittlung vor. Durch wissenschaftliche Kooperation und dem Militär bzw. seiner „Advanced Research Project Agency“ (APRA), die einen Austausch militärischer Konflikte anstrebte und das Ziel von einem sicheren Datentransfer durch Netzwerke verfolgte, entwickelte sich die Forschung und die Entstehung des Internets. Ebenso beteiligten sich Studierende und Unternehmen an der Konzeption und Entwicklung. Das amerikanische Militär erkannte den Nutzwert der Netzwerktechnologie für die Informationsvermittlung und die militärische Kommunikation.[4]Ein Entwurf für eine Datenübertragung, bei der Daten auch bei einem Ausfall von Teilen der Vermittlungsrechnern garantiert, kam von Paul Baran von der RAND (Research & Development Corporation)[5]in 1963. Das sogenannte Packet-Switching[6]sorgt dafür, dass ein Empfänger sein „Paket“ auch erhält, wenn eine oder mehrere Verbindungen abbrechen. Nachrichten, die zwischen zwei Teilnehmern ausgetauscht werden, werden in einzelne „Pakete“ zerlegt und getrennt voneinander auf unterschiedlichem Weg an ihren Bestimmungsort geschickt. Damit ist keine kontinuierliche Verbindung zwischen den Teilnehmern nicht notwendig. [7] 1970 konnten dann eine Verbindung zwischen West- und Ostküste der USA hergestellt werden. Später folgten auch Verknüpfungen mit europäischen Netzen. [8] In Deutschland entstand das Internet erst 1983 durch Einführung des TCIP/IP-Protokolls. Die Nutzer waren zunächst ausschließlich aus aus dem Wissenschaftsbereich. Den ersten Rechner an einer deutschen Universität gab es in 1988/89. [9]

Im Jahr 1972 entwickelte der US-Amerikanische Informatiker Ray Tomlinson[9]das erste funktionsfähige E-Mail-Programm, welches zum senden sowie empfangen von E-Mails programmiert war. Tomlinson entwickelte das heute noch bestehende Adressschema mit dem Zeichen „@“. Das Adressschema welches sich aus Benutzername@ Name des Hostcomputers zusammensetzt, setzte sich gegenüber den anderen Modellen durch. Um ein und ausgehende E-Mails zu organisieren, wurde der erste Mail Manager für das Aufrufen, Ablegen und Löschen von Mails entwickelt, da drei Viertel des Datenverkehrs aus E-Mails bestanden. So erfand Kevin Mackenzie im April 1979 das Emoticon[2]„=)“ für emotionale Befindlichkeiten und um Missverständnisse in der Kommunikation zu vermeiden. [3]

Ab 1980er Jahren die Verbreitung von Sofortnachrichten (Instant Messages), da Nutzer nicht nur an einem Datenaustausch interessiert waren, sie wollten die Vernetzung auch für eigene Gespräche nutzen. Das Internet etablierte sich von einer One-To-Many-Kommunikation zu einer Many-To-Many-Kommunikation. Seit 1990 dient das Internet als Verbreitungsplattform und Vermittler und entwickelte sich vom Medium der Datenvernetzung zum Social Web.[4]

In 1995 wurde Nupedia gegründet, die erste freie Onlineenzyklopädie mit einer Verfügbarkeit für alle. Im November 2001 enstehen durch die zwei Freunde Jimmi Walks und Larry Sanger Wikipedia[5], die heute meistgenutzte Onlineenzyklopädie. [6]

Die etablierte Suchmaschine Google von Larry Page und Sergey Brin, die 1998 gegründet wurde. [7]


2. Digitalpolitik

Viele technische Geräte werden seit der Entwicklung des Internets so produziert, dass diese auch Internetfähig sind. Internetfähigkeit bezeichnet in diesem Sinne, technische Endgeräte, wie zum Beispiel Handys, Fernseher, Uhren usw., welche gezielt so ausgestattet sind, dass diese eine Verbindung mit dem Internet herstellen können.[1] Durch die voranschreitende Globalisierung, ist das Empfangen und Verbinden mit dem Internet mittlerweile in vielen Teilen der Welt möglich. Dadurch entstehen schnellere Kommunikationsprozesse und eine globale Vernetzung zwischen diversen Kulturen der Welt.[2]

Vor allem zeichnet sich das Internet (synonym auch als World Wide Web (WWW) bezeichnet[3]) durch eine hohe Anonymität des Internetnutzers aus. Anonym ist der Nutzer vor allem in der großen Anonymitätsmasse vieler weiterer Nutzer, sodass einzelne Subjekte in dieser Menge nicht direkt identifiziert werden können.[4] Während des Benutzens verschiedenster Dienste des Internets, kann sich dieser mit einem Pseudonym schützen. Dieses gibt der Nutzer beispielsweise mit einem Nutzernamen, zum Teil ungleich seinem echten Namen, in Online-Communities oder -shops an. Anonymität kann zu Problemen führen, welche im Verlauf dieses Artikels näher beleuchtet werden.[5] Jedem internetfähigen Gerät sind IP-Adressen zugehörig, welche den Benutzer digital sichtbar machen. IP-Adressen sind Codes, die digitale Spuren hinterlassen und eine Identifikation ermöglichen.[6] Oberflächlich sind IP-Adressen aber nicht sichtbar, weshalb der Nutzer seine Anonymität wahrt. Wer sich unsichtbar im Netz bewegen will, kann sich über Server vernetzen, die nicht mit dem WWW verbunden sind (vgl. 5. Dark Net) oder Programme nutzen, welche die IP-Adresse verschlüsseln.[7]

Der Internetnutzer ist prinzipiell vor dem Missbrauch seiner personenbezogenen Daten durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in § 1 Abs. 1[8] geschützt. Durch die breite Masse der weltweiten Internetnutzer ist der Schutz seiner Privatsphäre dennoch nicht immer gegeben und nur schwer strafrechtlich zu verfolgen.[9] So wie eine Datenschutz-Grundverordnung persönliche Daten schützen soll, existiert auch der Urheberrechtsschutz im Internet.[10] Werke wie Literatur, Wissenschaft und Kunst stehen unter Urheberrechtsschutz, bietet aber bei geistigem Eigentum keine klaren rechtlichen Grenzen. Auch hier führt das massenhafte Teilen von Bildern, Videos etc. zu unerlaubter Weiterverbreitung seines Eigentums. Hierbei ist festgesetzt eigene Werke mit einem Copyright zu schützen. Bei der Weiterverbreitung von geschützten Werken, soll dabei der Urheber angegeben und gegebenenfalls ein Copyright-Zeichen beigefügt werden.[11]

Um das Internet-Erlebnis einem jeden Nutzer personalisierter zu gestalten, werden Programme zur Individualisierung seines Internet-Verlaufs eingesetzt. Diese Programme nutzen Algorithmen[12], welche jedem Nutzer personalisierten Inhalt bei Suchmaschinen oder in sozialen Netzwerken anzeigen. Webseiten stellen dabei sogenannte Cookies bereit, welche bei dem Besuch auf einer Webseite bestätigt oder abgelehnt werden sollen.[13] Durch das Bestätigen, willigt man ein, dass Daten analysiert und gespeichert werden, um so gezielt seinen Suchverlauf auf Werbeanzeigen oder Inhalte abzustimmen.

Neben dem Sammeln von personenbezogenen Daten, findet Überwachung im Netz statt. Dabei soll vorrangig (Internet-)Terrorismus und Straftaten im Netz entgegengearbeitet werden. Aufgrund von Rechtslagen wird das Internet im Bereich der Telekommunikation von staatlichen Institutionen überwacht. Diese Institutionen sind vor allem Sicherheitsbehörden, wie polizeiliche Einrichtungen, das Militär oder Bundesnachrichtendienste.[14] Die frei zugänglichen Bereiche des Netzes werden anlassunabhängig kontrolliert, jedoch gelten andere Normen bei rechtlichen Eingriffen. Überwachungssoftwares erleichtern die Überwachung, um schneller und systematisch das Internet nach unerlaubten Inhalten zu filtern. Verschlüsselungssoftwares wirken gezielter Überwachung entgegen und anonymisieren verschiedene Dienste.[15] In einigen Ländern gibt es zudem Zensuren des Internets bis hin zu einer vollständigen Kontrolle des Internets durch den Staat. Beispielhaft sind hier China und Nordkorea.[16] Dabei ist Nordkorea ein Extremfall, da lediglich nur wenige nordkoreanische Webseiten zugänglich sind. China nutzt ein eigenes Intranet, um zu kontrollieren welche Inhalte die Bevölkerung erhält. Kritische oder sensible Inhalte werden gesperrt, weshalb das Land keine Plattform wie YouTube, WhatsApp oder Twitter nutzen können, sondern ihre eigenen haben. Viele internationale Medien wie “BBC”, “New York Times”, aber auch “tagesschau.de” sind von der chinesischen Internetzensur betroffen.[20]

Viele Gruppen machen sich die hohe Anonymitätsrate im Internet zunutze. So entstehen ganze Internet-Bewegungen, die eigene Ziele verfolgen. Gerade das anonyme Kommentieren von Beiträgen und Verbreiten von Hass-Botschaften fällt so leichter im Netz. Auf verschiedenen Foren und in Online-Communities fand der Begriff des Trolling und eines Trolls Einzug in die Begriffe der Internetkultur. Trolle beeinträchtigen dabei den reibungslosen Fluss der Kommunikation im Internet und veröffentlichen kontroverse Beiträge in Online-Foren. Ziel dieser Internettrolle ist primär Provokation und ferner die Beeinflussung von Debatten, gerade politischer Natur. Dies kann in den meisten Fällen zu Cyber-Mobbing einzelner Personen oder Gruppen führen.[17] Oppositionell entstehen Protest- und Sammelbewegungen im Internet, welche meist aus Internetaktivisten bestehen und sich mit dem Begriff des Netzpolitik-Aktivismus gleichsetzen. Bei diesem lassen sich vier Formen unterscheiden: Privatsphäre und Datenschutz, freier Zugang zu Informationen, offene Standards und freie Software sowie die Gleichberechtigung von Frauen[18]. In den letzten Jahren gewann vor allem das Kollektiv Anonymous, bei dem es sich um eine Hackerbewegung handelt, an Bedeutung. Anonymous entstand in Internetforen und machte sich den Schutz der Meinungsfreiheit zur Aufgabe. Weiterhin setzte sich die Hacker-Gruppe für die Bekämpfung von Terroristen ein und startete Protestaktionen gegen große Institutionen. Die aus dem Comic V wie Vendetta bekannte Guy-Fawkes-Maske ist dabei ihr bekanntestes Merkmal. [19]


3. Dienstleistungen

Das Internet ist heutzutage der am meistgenutzte Raum zum Abschluss von Einkäufen und zur Buchung und Nutzung von Dienstleistungen geworden. Eine Online-Dienstleistung, oder einfach Onlinedienst, ist in erster Linie also ein Angebot oder eine Dienstleistung welche mit Hilfe von digitalen Medien, wie beispielsweise dem Browser über das Smartphone oder den PC, genutzt werden kann.

Hierbei stellt der Anbieter des Onlinedienstes die benötigte serverseitige Infrastruktur zur Verfügung und der Anwender nutzt den entsprechenden Client, zum Beispiel ein Gerät wie das Smartphone in Verbindung mit einer bestimmten Software wie eine Applikation zum Schreiben einer E-Mail, um auf diese Inhalte zugreifen zu können. Die meisten dieser Onlinedienste können über einen Webbrowser oder eine App genutzt werden. [1] Hierzu zählen nicht nur Onlinedienste über die man ein direktes Geschäft mit dem Anbieter abschließt, wie beispielsweise bei dem Online-Shopping oder Online-Banking, sondern auch schon der Besuch einer Suchmaschine wie Google zählt als Verwendung eines Online-Dienstes.

Allgemeine Anwendungsgebiete, in denen es Onlinedienste gibt, sind Internetforen, Blogs, soziale Netzwerke, Onlinelexika, Streaming-Dienste oder Video-on-Demand, Online-Shopping, Computerspiele und so weiter. Die bekanntesten Anbieter dieser beispielhaften Online-Dienste sind zu dem Firmen wie Google, XING, YouTube, Facebook, Wikipedia, WhatsApp, eBay, Amazon, Spotify oder Netflix. Alle diese verschiedenen Dienstleistungen haben gemeinsam, dass der Zugriff, beziehungsweise die Nutzung von Daten, die in der Datenbank der Anbieter gespeichert sind, in dem jeweiligen Onlinebetrieb zur Verfügung gestellt wird und angeboten wird. [2]


4. Digitale Kommunikation

Eine digitale Kommunikation ist eine Kommunikation mit Hilfe von digitalen Medien, wie beispielsweise das Internet. Mithilfe von sozialen Netzwerken (oder auch „Social Media“) und/oder Instant Messaging-Dienste, einem Blog oder Forum aber auch mit der E-Mail, ein elektronischer Brief, wird einen das Kommunizieren oder Vernetzen mit anderen erleichtert. Dabei ist die Unterscheidung dieser wichtig. [1] E-Mails können an jedermann geschickt werden. Meistens haben E-Mails größere Anliegen, weshalb es größtenteils eine reine Textform ist, ähnlich wie ein Brief, zusätzlich können Daten, wie Bilder oder auch Dateien im Anhang verschickt werden. [2] Instant-Messaging bedeutet übersetzt sofortige Nachrichtenübermittlung. Im Vergleich zur E-Mail werden Kurznachrichten digital mithilfe von IM-Dienste versendet. Zusätzlich kann man mit vielen Dienste ebenfalls Bilder und Dateien schicken, aber auch eine Audio- und Videokommunikation ist möglich.[3] Bekannte IM-Dienste: ICQ, MSN, WhatsApp Chat, Kik Messanger, Skype, TeamSpeak ICQ und MSN sind zwei IM-Dienste die 1995 und 1996 gegründet worden. Auf beide Plattformen eröffnete man ein Konto, und konnte in einem Chat-Raum mit anderen kommunizieren. Diese Dienste nutzte man überwiegend am Computer. [4] Dagegen nutzt man WhatsApp überwiegend auf dem Smartphone. Die Kommunikation funktioniert hier via Handynummer. Der Unterschied von WhatsApp und einer SMS ist, dass die Nachrichten bei WhatsApp über das Internet verschickt werden, während bei einer SMS die Nachrichtenversendung über den Mobilfunkanbieter läuft. Der Kik-Messenger ist ähnlich wie WhatsApp. Was beide IM-Dienste unterscheidet ist die Anonymität, während man bei WhatsApp sich mit der Handynummer anmeldet, so meldet man sich beim Kik-Messenger mit einem Nutzernamen an. Skype und TeamSpeak sind dabei eher bekannt als Audio- und Videokommunikation. Übers Internet können andere, die ebenfalls die gleichen Dienste Nutzen, mit einem (Video-)Anruf angerufen werden.[9] Einen Blog oder auch Weblog kann man am ehesten mit einem Tagebuch vergleichen, nur dass dieses digital und für jeden einsehbar ist. Dort schreibt der Verfasser seine Gedanken, Ideen, Geschichten und anderes auf, oftmals auch mit Bildern. Unter jedem Beitrag befindet sich eine Kommentarfunktion, womit Nutzer miteinander über diesen Beitrag kommunizieren oder diskutieren.Diese Art von Kommunikation und Diskussion findet man ebenfalls in Foren, aber auch in Imageboards wieder.

Bekannte Blog/Foren: blogger.de, WordPress, gutefrage.de forum, pinterest, tumblr Auf blogger.de (blogspot), WordPress kann sich jeder sein eigenen Blog erstellen. Der Blogaufbau ist bei beiden Plattformen vorgegeben, aber man kann es selber personalisieren. gutefrage.de ist ein Frage-Forum, in den Nutzer Fragen stellen können und diese durch die Community beantwortet wird. Dagegen sind Pinterest und tumblr Bilder-Blogs. Der Schwerpunkt auf diesen Plattform liegt bei dem Bild. Es werden Bilder eigene hochgeladen und/oder Bilder anderer geteilt. Bekannte Seiten für Imageboards sind beispielweise 4chan, Futaba Channel und Krautchan. Das Imageboard began als Bulletin Board System (BBS) und war ein elektronisches schwarzes Brett. Primär werden anonym Bilder oder Bilddateien ausgetauscht, darunter waren Pornographie, Insider-Witze, mörderische und suizide Gedanken, Rassismus und Frauenfeindlichkeit abgebildet, worüber dann diskutiert wird. Hauptsächlich wurden auch lustige Memes gepostet, was unter anderem ein bedeutender Teil der Internetkultur ist. Das erste Imageboard war die japanische Seite Futaba Channel, wodurch das bekannteste, englische Imageboard 4chan entstand. [6,9] Dann gibt es noch andere Soziale Netzwerke um sich miteinander zu vernetzen. Die schnelle soziale Vernetzung durch Teilen und Empfangen von Informationen mit anderen Nutzern ist ein großes Merkmal. Für den Nutzen von Social Media-Plattformen legt jeder ein individuelles Profil an. Ein eigener Nutzername, Profilbild, persönliche Informationen wie den Wohnort und/oder das Alter und Aktivitäten sind beispielsweise Informationen die in Profilen erhalten sind. Je nach Plattform kann man sehen, wie groß die Vernetzung ist, sprich wie viele Freunde, Follower oder Abonnenten man hat. Die Verwendung des Hashtags „#“ (auch bekannt als Raute oder Doppelkreuz) in den sozialen Netzwerken ist sehr populär geworden. Diese dienen dazu Beiträge selbst zu kategorisieren und durch Schlagwörter einfach aufzufinden.[7]

Bekannte Social Media: Instagram, Facebook, Twitter, Snapchat, YouTube Durch diverse digitale Kommunikationsplattformen hat sich auch unsere Kommunikation verändert. Eine kurze und einfache Ausdrucksweise ist charakteristisch bei der digitalen Kommunikation durch das schnellstmögliche Antworten. In den Sätzen kommen viele Ellipsen auf, aber ebenfalls auffällig sind die immer häufig verwendeten Anglizismen und die Auslassung der Zeichensetzung wie beispielsweise der Punkt am Ende eines Satzes. Hinzu kommt, dass anstatt dem Punkt oft Emoticons (Smileys) oder Emojis (grafisch dargestellter Smiley) verwendet werden. Es soll dem Gegenüber die Stimmung, Gefühle, Gestik und/oder Mimik verdeutlichen.[8]


5. Deep Web / Dark Net

Das Internet ist ein riesiges Netz, welches aus diversen Computernetzwerken besteht und somit Verbindungen zwischen allen Internetnutzern mit Zugang zu einem Teilrechner ermöglichen. Die meisten der Nutzer verwenden dazu öffentlich zugängliche Bereiche des World Wide Webs über beispielsweise bestimmte Browser oder E-Mail Anbieter. Es gibt jedoch auch Bereiche des Internets welche nicht so einfach und frei zugänglich sind. Hier unterscheidet man einerseits zwischen dem Surface Web und dem Deep Web. Das Surface Web ist das Internet wie es die meisten kennen und auch jeden Tag nutzen: Der allgemein zugängliche Bereich des Internets über welchen wir mit jeder gängigen Suchmaschine recherchieren können. Das Deep Web hingegen ist also der nicht frei zugängliche Bereich, dazu zählen hauptsächlich auch verschiedene Fachdatenbanken. Um auf diese zuzugreifen, benötigt man oft die Berechtigung, zum Beispiel in Form eines Passwortes oder eigenem Account, oder die Nutzung ist mit Kosten verbunden. Zudem besitzt das Deep Web eine weit größere Datenmengen als das uns bekannte Surface Face. Genau kann man dazu keine Angabe machen, es wird jedoch vermutet, dass das Deep Web 40 bis 450 Mal so groß ist wie das für uns sichtbare Surface Web.[1]

Zur Suche im Deep Web benutzt man meistens thematisch fokussierte Suchmaschinen, je nachdem zu welchem Thema man Informationen sucht. Diese themenspezifischen Fachdatenbanken sind oft ein unverzichtbares Suchinstrument für eine wissenschaftliche Recherche. Diese enthalten oft eine riesige Datenmenge und gehören in der Regel zum Deep Web. Auch wenn viele Fachdatenbanken inzwischen frei im Internet zur Verfügung stehen, gibt es bei sehr vielen Fachdatenbanken eine Zugriffsbeschränkung.[2]

Es lassen sich also niemals mit nur einer Suchstrategie, welche sich nur auf das Surface Web bezieht, alle relevanten Internetseiten finden. Keine Suchmaschine kennt alle Seiten, die es im Internet auch gibt und kann daher von dieser auch nicht indexiert werden. Hierzu muss man nun also Spezialsuchmaschinen nutzen welche sich beispielsweise auf wissenschaftliche Internetseiten, besonders aktuelle Internetseiten oder für spezielle Dateiformate wie Grafiken, Filme oder Musik spezialisieren. Da es sehr viele dieser Spezialsuchmaschinen gibt und diese häufig schwer zu finden sind für Nutzer ohne großes Vorwissen, gibt es Suchmaschinenverzeichnisse, in denen diese Suchmaschinen gesammelt, geordnet und teilweise auch bewertete werden. So kann man auf die Inhalte zugreifen, welche den allgemeinen Suchmaschinen verborgen bleiben.

Das Deep Web wird häufig mit dem sogenannten Dark Net verwechselt. Wenn man den Begriff Deep Web oder Dark Net hört, denken die meisten oft an einen Bereich des Internets der nur “illegal” zugänglich ist, um Drogengeschäfte oder ähnliches zu verheimlichen. Allerdings trifft dies auch nur halbwegs auf den Begriff des Dark Nets zu.[3] Man kann das Dark Net als einen Bereich des Internets bezeichnen, in dem man sich unbemerkt bewegen kann und sein digitaler Fußabdruck nur sehr schwer zurückverfolgt werden kann. Dieser ist also besonders gegen Zugriffe von außen gesichert und wird daher auch oft zur Verbreitung von illegalen Inhalten und Angeboten genutzt.[4] Dazu wird ein Peer-to-Peer-Netzwerk verwendet, welches eine Verbindung unter den Teilnehmern manuell herstellt. Ein Beispiel dafür ist das Netzwerk TOR, welches zur Anonymisierung von Verbindungsdaten genutzt wird und daher seine Nutzer vor der Analyse des Datenverkehrs schützt.[5]


Einzelnachweise


Entwicklung

[1]https://en.wikipedia.org/wiki/Internet

[2]https://www.duden.de/rechtschreibung/Internet

[3]https://mediengeschichte.dnb.de/DBSMZBN/Content/DE/Massenmedien/10-bush-vannevar.html

[4]E-Book: Internet / Joan Kristin Bleicher. – Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft, 2010. Seite 24

[5]https://www.rand.org/about.html

[6]https://searchnetworking.techtarget.com/definition/packet-switched

[7]Ökonomie des Internet: Eine Einführung / Hanno Beck, Aloys Prinz – Frankfurt am Main. Campus Verlag, 1999. Seite 12

[8]E-Book: Internet / Joan Kristin Bleicher. – Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft, 2010. Seite 22

[1]https://www.internethalloffame.org/official-biography-raymond-tomlinson

[2]Emoticon: Zeichen oder Folgen, die in der schriftlichen Kommunikation Stimmungs- oder Gefühlszustände ausdrücken.

[3]E-Book: Internet / Joan Kristin Bleicher. – Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft, 2010. Seite 23

[4]E-Book: Internet / Joan Kristin Bleicher. – Konstanz. UVK Verlagsgesellschaft, 2010. Seite 25

[5]https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Enzyklopädie/Geschichte_der_Wikipedia

[6]https://de.statista.com/themen/745/wikipedia/

[7]https://www.web-werkstatt.eu/die-geschichte-von-google/


Digitalpolitik

[1] https://www.duden.de/rechtschreibung/internetfaehig (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[2] Becker, Kim-Björn. Internetzensur in China. Aufbau und Grenzen des chinesischen Kontrollsystems. 2011. S. 15. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-531-94054-0.pdf

[3] https://www.duden.de/rechtschreibung/Internet (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[4] Petric, Ronald und Sorge, Christoph (Hgs.). Einführung in technischen Datenschutz, Datenschutzrecht und angewandte Kryptographie. 2017. S. 12-13. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-16839-1_2.pdf

[5] ebd. S. 13.

[6] Besim Karadeniz. Anonymität im Internet. https://www.netplanet.org/sicherheit/anonym.shtml (Zugriffsdatum: 04.07.2019)

[7] Schaar, Peter. Lässt sich die globale Internetüberwachung noch bändigen?. 2013. S. 214-16.https://www.jstor.org/stable/24771012?seq=3#metadata_info_tab_contents

[8] https://dsgvo-gesetz.de/bdsg/ (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[9] Petric, Ronald und Sorge, Christoph (Hgs.). Einführung in technischen Datenschutz, Datenschutzrecht und angewandte Kryptographie. 2017. S. 96. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-16839-1_2.pdf

[10] https://www.urheberrecht.de/ (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[11] Sandra Neubauer. Urheberrecht im Internet: Was ist erlaubt und was nicht?. 08.05.2019. https://www.bussgeldkatalog.org/urheberrecht-internet/ (Zugriffsdatum: 04.07.2019)

[12] Agnieszka Czernik. Was ist ein Algorithmus – Definition und Beispiele. 14.10.2016. https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/was-ist-ein-algorithmus-definition-und-beispiele/ (Zugriffsdatum: 01.07.2019)

[13] Petric, Ronald und Sorge, Christoph (Hgs.). Einführung in technischen Datenschutz, Datenschutzrecht und angewandte Kryptographie. 2017. S. 90-91. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-16839-1_2.pdf

[14] Groll, Kurt. H. G.. Internetüberwachung. In: Hans-Jürgen Lange und Matthias Gasch (Hgs.). ‘’Wörterbuch zur Inneren Sicherheit’’. 2006. S. 140. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-531-90596-9_35.pdf

[15] ebd. S.141-44.

[16] Überwachungsstaat: Diese Länder zensieren das Internet. 18.10.2014. https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/ueberwachungsstaat-diese-laender-zensieren-das-internet/7177422.html (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[17] Trolling. 02.01.2014. https://www.urbandictionary.com/define.php?term=Trolling (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[18] Wendelin, Manuel und Löblich, Maria. Netzpolitik-Aktivismus in Deutschland. Deutungen, Erwartungen und Konstellationen zivilgesellschaftlicher Akteure in der Internetpolitik. 2013. https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/1615-634x-2013-1-58.pdf?download_full_pdf=1

[19] Tim Aschermann. Wer ist Anonymous – eine Erklärung. 31.01.2018. https://praxistipps.chip.de/wer-ist-anonymous-eine-erklaerung_46567 (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[20] Lisa Hänel. Zensur im Netz, Russland folgt Chinas Beispiel. 02.05.2019. https://www.dw.com/de/zensur-im-internet-nimmt-zu-russland-folgt-chinas-beispiel/a-48575267 (Zugriffsdatum: 07.07.2019)


Dienstleistungen

[1] Online-Dienst. https://www.itwissen.info/Online-Dienst-online-services.html (Zugriffsdatum: 07.07.2019)

[2] https://www.duden.de/rechtschreibung/Onlinedienst (Zugriffsdatum: 07.07.2019)


Digitale Kommunikation

[1] Sherin Ibrahim, Die Grundlagen der digitalen Kommunikation, 2016 https://sherinibrahim.de/die-grundlagen-der-digitalen-kommunikation/ Zugriff: 07.07.2019

[2] Hess T., Electronic Mail (E-Mail), In: I. Sjurts (Hg.), Gabler Lexikon Medienwirtschaft, Wiesbaden, Springer Gabler Verlag, 2011.

[3] Was ist Instant Messaging? https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/instant-messenger/was-ist-instant-messaging/ Zugriff: 08.07.2019

[4] Gisela Schmalz, Till Wäscher, Microsoft Cooperation/MSN, 24.03.2015, https://www.mediadb.eu/datenbanken/mix-test-2/microsoft-corporationmsn.html Zugriff: 08.07.2019

[5] https://www.duden.de/rechtschreibung/Weblog Zugriff: 07.07.2019

[6] Angela Nagle, Die digitale Gegenrevolution, Online-Kulturkämpfe der Neuen Rechten von 4chan und tumblr bis zur Alt-Right und Trump, Bielefeld, 2018.

[7] Facebook & Co, Was sind Soziale Netzwerke? https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/soziale-netzwerke/was-sind-soziale-netzwerke/

[8]Yelsim Balci, Die veränderte Kommunikation im digitalen Zeitalter, 2018, https://politik-digital.de/news/die-veraenderte-kommunikation-im-digitalen-zeitalter-153968/ Zugriff: 06.07.2019

[9]Social Media Entwicklung: Vom Bulletin Board System zu Vine, https://www.chip.de/bildergalerie/Social-Media-Entwicklung-Vom-Bulletin-Board-System-zu-Vine-Galerie_38931140.html


Deep Web/ Dark Net

[1] Anonymus, “Deep Web: Die dunkle Seite des Internets”. Berlin: Blumenbar 2014.

[2] Was Google nicht findet... . https://www.ub.uni-bielefeld.de/biblio/search/help/invisibleweb.htm (Zugriffsdatum: 06.07.2019)

[3] Darknet. https://web.archive.org/web/20150325025545/http://darknet.se/about-darknet/ (Zugriffsdatum: 06.07.2019)

[4] https://www.duden.de/rechtschreibung/Darknet (Zugriffsdatum: 05.07.2019)

[5] Darknet-Netz ohne Kontrolle. https://web.archive.org/web/20130704075422/http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/br/20130630-ttt-darknet-102.html (Zugriffsdatum: 05.07.2019)